Traumatherapie
Das Bild vom Elternwerden ist oft eines von Glück und Harmonie. Was aber, wenn der Start ins Leben nicht so läuft wie erwartet? In der Kinderarztpraxis Schumanngasse in Wien 1170 gibt es dafür ein eigenes Angebot: Traumatherapie und Begleitung für Mütter und Väter, angeboten von Dr. Petra Krenn-Maritz – einer Kinderfachärztin, die zugleich ausgebildete Traumatherapeutin ist.
Worum es geht
Wenn die Wehen zu früh einsetzen. Wenn Ärztinnen und Ärzte aus Sorge um Mutter oder Kind dazu raten, das Baby frühzeitig auf die Welt zu holen. Wenn aus der gewünschten sanften Geburt ein Notkaiserschnitt wird. Wenn das Neugeborene krank ist oder nicht gut trinken kann. Wenn das erste Kuscheln nicht direkt nach der Geburt stattfindet, sondern Stunden später auf einer Intensivstation, zwischen Geräten und Alarmen.
Aber auch ohne solche Ereignisse ist der Start manchmal nicht der erwartete. Müdigkeit, Unsicherheit, Ratschläge von vielen Seiten und der große Wunsch, alles richtig zu machen, setzen Mütter und Väter unter Druck. Manchmal bringt die Sorge Eltern näher zusammen – manchmal wird sie so groß, dass der gemeinsame Weg nicht gleich gefunden wird.
Drei Schwerpunkte
Nach Frühgeburt oder Intensivstation. Bei vielen Eltern, deren Kinder nach der Geburt Zeit auf einer Neugeborenen-Intensivstation verbringen mussten, entstehen in den Wochen der Unsicherheit und Sorge Symptome wie Angst, Schlafstörungen, angespannte Stimmung oder Nervosität. Auch nach der Entlassung können diese Gefühle anhalten – manchmal nehmen sie sogar zu.
Unsicherheit in der Elternrolle. Mutter oder Vater zu sein löst neben der Freude oft große Unsicherheit und Selbstzweifel aus. Aus dem Wunsch, alles ganz richtig zu machen, entsteht Druck und das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Gemeinsam entsteht ein selbstbewusstes, eigenes Bild der Elternrolle.
Trauer nach Fehl- oder Totgeburt. Keine gemeinsame Zeit miteinander verbracht und einander nicht kennengelernt zu haben, kann zu anhaltender Trauer und großer Leere führen. Die Begleitung hilft, nach dieser schweren Erfahrung wieder mit Zuversicht in den Alltag zurückzufinden.
Dieses Angebot richtet sich an die Eltern, nicht an das Kind. Es findet in Einzel- oder Paarsitzungen statt, ressourcenorientiert und stärkend: bestehende Schwierigkeiten im Alltag bewältigen und belastende Erfahrungen in die eigene Lebensgeschichte einordnen.
Woher das Konzept kommt
Aus der langjährigen Erfahrung mit belasteten Eltern ist ein Konzept für konkrete und niederschwellige Hilfe entstanden. Eltern lernen dabei, wieder zu vertrauen – in die Gesundheit ihres Kindes, in ihre Elternschaft, in die Zukunft und ins Leben.
Termin und Kosten
Dieses Angebot läuft nicht über unsere Terminvergabe. Alle Informationen und die Terminvereinbarung finden Sie auf der eigenen Website wiedervertrauen.at.
Mehr dazu steht unter Traumatherapie für Eltern. Geht es um Ihr Kind statt um Sie, führen andere Wege weiter: bei seelischen Belastungen die Psychotherapie, war Ihr Kind zu früh geboren die Frühgeborenen-Nachsorge.
