Trageberatung

Babys zeigen schon direkt nach der Geburt, wie sie getragen werden möchten – man muss nur wissen, worauf man achtet. Auf dieser Seite stehen die drei Punkte, die eine gute Trageposition ausmachen, und was sich in einer Trageberatung klären lässt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Anhock-Spreiz-Haltung – die Beine angehockt und gespreizt, nicht gerade herunterhängend.
  • Der Rücken soll sich rund machen können, nicht durchgestreckt werden.
  • Gute Stützung rundherum.
  • Sehr kleine Babys gehören auch im Wachzustand gut gestützt.
  • Wenn das Kind einschläft, Tuch oder Trage nachziehen – sonst sackt es im Ruhetonus zusammen.

Die drei Punkte einer guten Trageposition

Ein Baby zeigt, wie es getragen werden möchte. Die wichtigsten Aspekte sind:

  • die Anhock-Spreiz-Haltung
  • der Rücken sollte sich rund machen können
  • gute Stützung rundherum

Kleine und größere Kinder tragen sich unterschiedlich

Gerade sehr kleine Babys sollten in einer Tragehilfe gut gestützt sein – auch im Wachzustand. Ihr Muskelapparat hält den Körper noch nicht selbst.

Bei größeren Kindern, deren Muskelapparat bereits trainiert ist, ist es im Wachzustand nicht schlimm, wenn die Trage zulässt, dass das Kind die Arme herausnimmt oder sich seinen kleinen Freiraum im Brustbereich der tragenden Person zum Spielen zurechtlegt.

Der Moment, den viele übersehen: das Einschlafen. Schläft das Kind ein, empfiehlt es sich, die Tragehilfe oder das Tragetuch erneut fest zu ziehen. So wird ein Zusammensacken im Ruhetonus verhindert – im Schlaf lässt die Körperspannung nach, und was vorher gut saß, sitzt dann plötzlich zu locker.

Worum es in einer Trageberatung geht

Themen in der Trageberatung können sein:

  • Vorbereitung in der Schwangerschaft auf das Tragen
  • Entwicklungsförderung durch Tragen
  • Wie kann ich mein Baby am besten tragen?
  • Welches Tragetuch oder welche Tragehilfe passt am besten zu mir und meiner Familie?
  • Welche Bindeweisen gibt es?
  • Ab wann kann ich mein Baby tragen?
  • Wie lange kann ich mein Baby tragen?

Wie das bei uns abläuft

Die Trageberatung gehört zu unserer Kinderphysiotherapie und wird von einer Physiotherapeutin durchgeführt, die zertifizierte Beraterin der Trageschule® ist. Der Schwerpunkt liegt auf Tragetüchern.

Geübt wird mit der Tragepuppe und dann mit Ihrem Baby – das Ziel ist, dass Sie die Technik danach zu Hause allein können. Ihre eigene Tragehilfe bringen Sie bitte mit; Tragetücher und eine Tragepuppe zum Üben bekommen Sie vor Ort.

Terminanfragen laufen hier nicht über die Online-Terminvereinbarung, sondern per E-Mail an physiotherapie@kinderarztpraxis-schumanngasse.at. Wie lang der Termin angesetzt wird, wird vorher nach Ihren Zielen besprochen – für mehrere Begleitpersonen oder eine ganze Bindetechnik braucht es mehr Zeit als für das Einstellen einer Tragehilfe.

Häufige Fragen

Worauf kommt es beim Tragen an?

Auf drei Dinge: die Anhock-Spreiz-Haltung, dass der Rücken sich rund machen kann, und eine gute Stützung rundherum. Sehr kleine Babys sollten in einer Tragehilfe auch im Wachzustand gut gestützt sein.

Mein Baby ist in der Trage eingeschlafen – muss ich etwas tun?

Ja, ziehen Sie die Tragehilfe oder das Tragetuch dann erneut fest. So wird ein Zusammensacken im Ruhetonus verhindert: Im Schlaf lässt die Körperspannung nach, und was vorher gut saß, sitzt dann plötzlich zu locker.

Darf mein Kind die Arme aus der Trage nehmen?

Bei größeren Kindern, deren Muskelapparat bereits trainiert ist, ist das im Wachzustand nicht schlimm. Sehr kleine Babys dagegen sollten auch wach gut gestützt sein.

Muss ich eine eigene Tragehilfe mitbringen?

Ja, Tragehilfen bringen Sie bitte selbst mit – verschiedene Marken zum Ausprobieren stehen derzeit nicht zur Verfügung. Tragetücher und eine Tragepuppe zum Üben bekommen Sie vor Ort.

Ablauf und Terminanfrage stehen unter Trageberatung, mehr zum Angebot unter Trageberatung. Rund ums Stillen führt die Stillberatung weiter.

Zuletzt aktualisiert: September 2026