Neugeborenen Akne
Die Neugeborenenakne – fachlich Akne neonatorum – ist ein Ausschlag im Gesicht und am Nacken, der in den ersten Lebenswochen auftritt. Er sieht unschön aus und beunruhigt Eltern regelmäßig, ist aber harmlos: Er verschwindet meist nach einigen Wochen von selbst, verursacht keine Probleme und muss nicht behandelt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Harmlos und vorübergehend. Nach einigen Wochen ist er von selbst wieder weg.
- Keine Therapie nötig – und vor allem keine Cremes auf eigene Faust.
- Reinigung nur mit Wasser, bei Bedarf mit Schwarztee.
- Hitze und Schwitzen verschlimmern die Symptome.
- Betroffen sind Gesicht und Nacken, meist in den ersten Lebenswochen.
Wie die Neugeborenenakne aussieht
Im Alter von einigen Wochen treten im Gesicht kleinere und mittelgroße, erhabene rote Punkte auf, dazu gerötete Pusteln. Bei ausgeprägten Formen kann die Haut im Gesicht auch flächig gerötet und rau sein.
Hitze und Schwitzen verschlimmern die Symptome – im überheizten Zimmer oder unter einer zu warmen Mütze sieht es deshalb oft schlimmer aus als eine Stunde später an der frischen Luft.
Woher es kommt
Wahrscheinlich steht der Einfluss mütterlicher Hormone dahinter – bei gestillten Neugeborenen ist die Neugeborenenakne daher oft ausgeprägter als bei Flaschenkindern.
Zumindest ein Teil der Fälle geht vermutlich auf eine von der Mutter übertragene Besiedelung mit Pityrosporum ovale zurück – einem an sich harmlosen Hefepilz, der auf der menschlichen Haut lebt und bei Erwachsenen meist keine Symptome verursacht.
Was zu tun ist – und was nicht
Grundsätzlich ist keine Therapie nötig, weil sich der Ausschlag von selbst zurückbildet.
Insbesondere keine Pflegesalben oder Pflegecremes aus dem Drogeriemarkt. Das ist die ausdrückliche Empfehlung unserer Ärztinnen und Ärzte – bei diesem Ausschlag ist weniger wirklich mehr.
- Reinigung des Gesichts mit Wasser, bei Bedarf mit Schwarztee – er wirkt adstringierend, zieht die Haut also leicht zusammen.
- Keine Reinigungsprodukte verwenden.
- Nicht zu warm anziehen und das Zimmer nicht überheizen – Hitze und Schwitzen verschlimmern die Symptome.
Wann doch behandelt wird
Bei stark ausgeprägtem Befall oder wenn eine neonatale zephale Pustulose vorliegt, kann es sein, dass wir eine Behandlung verschreiben: eine Creme mit einem Pilzmittel für das Gesicht des Kindes sowie ein Pilz-Shampoo für die Mutter.
Wenn Sie unsicher sind, zeigen Sie es uns. Ob es sich wirklich um eine Neugeborenenakne handelt, lässt sich am besten beim Ansehen beurteilen – das ist in zwei Minuten erledigt und nimmt die Sorge. Kommen Sie auch dann, wenn Ihr Kind Fieber bekommt oder sich anders verhält als sonst.
Häufige Fragen
Muss die Neugeborenenakne behandelt werden?
In aller Regel nicht. Sie bildet sich nach einigen Wochen von selbst zurück und verursacht keine Probleme. Nur bei stark ausgeprägtem Befall oder bei einer neonatalen zephalen Pustulose kann eine Behandlung mit einer Pilzmittel-Creme sinnvoll sein.
Welche Creme soll ich verwenden?
Keine. Pflegesalben und Pflegecremes aus dem Drogeriemarkt bringen nichts und können die Situation verschlechtern. Reinigen Sie das Gesicht mit Wasser, bei Bedarf mit Schwarztee, und verwenden Sie keine Reinigungsprodukte.
Kommt das vom Stillen?
Nicht ursächlich, aber es hängt zusammen: Wahrscheinlich steht der Einfluss mütterlicher Hormone dahinter, weshalb gestillte Neugeborene oft ausgeprägter betroffen sind als Flaschenkinder.
Wie lange dauert die Neugeborenenakne?
Sie tritt in den ersten Lebenswochen auf und verschwindet zumeist nach einigen Wochen wieder von selbst. Eine Behandlung ist dafür nicht nötig.
Wann soll ich damit zu Ihnen kommen?
Wenn Sie unsicher sind, ob es sich wirklich um eine Neugeborenenakne handelt – das lässt sich am besten beim Ansehen beurteilen. Auf jeden Fall dann, wenn Ihr Kind Fieber bekommt oder sich anders verhält als sonst.
Rund ums Stillen führt die Stillberatung weiter. Wenn Ihr Kind Fieber hat, steht mehr unter Fieber beim Kind. Termine vereinbaren Sie über die Online-Terminvereinbarung, wer bei uns Kinder betreut, sehen Sie unter Kinderarzt.
Zuletzt aktualisiert: September 2026