Osteopathie bei Babies, Kindern und Müttern

Eine Geburt stellt auch an das Baby sehr große Anforderungen. Bei Babys, Kindern und Müttern kommt deshalb häufig eine Form der Osteopathie zum Einsatz: die CranioSacral-Therapie, auch kraniosakrale Osteopathie genannt – beide Schreibweisen sind möglich. Sie arbeitet mit sehr sanften Berührungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die CranioSacral-Therapie ist ein Teilbereich der Osteopathie und arbeitet mit dem Körper als Gesamtheit.
  • Sehr sanfte Berührungen – kein Einrenken, kein Ruck.
  • Der Schwerpunkt liegt auf den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt.
  • Auch für Mütter – nach der Geburt, in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch.
  • Sie ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Schreien, schlechtes Trinken oder fehlende Gewichtszunahme gehören zuerst kinderärztlich abgeklärt.

Was die CranioSacral-Therapie ist

Die CranioSacral-Therapie ist ein Teilbereich der Osteopathie und arbeitet mit dem Körpersystem als Gesamtheit – Bewegungsapparat, Nervensystem, Blutkreislauf, Atemsystem, Hormonsystem, Lymphsystem und Craniosacral-System. Zwischen diesen Systemen bestehen nach diesem Verständnis enge wechselseitige Verbindungen.

Durch die sanfte Behandlung sollen die Körpersysteme mit ihren Verbindungen unterstützt und ausbalanciert werden. Die Methode versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, der Verspannungen und Gewebespannung lösen und die Selbstheilungskräfte anregen soll.

Die CranioSacral-Therapie ersetzt keine ärztliche Untersuchung und keine medizinische Behandlung. Sie kann eine ergänzende Begleitung sein. Wenn Ihr Baby auffällig schreit, schlecht trinkt oder nicht zunimmt, gehört das zuerst kinderärztlich abgeklärt – die Kinderfachärztinnen und Kinderfachärzte sind hier im Haus.

Wofür Eltern mit ihrem Baby kommen

  • Nachbehandlung von schwierigen Geburten, etwa nach Saugglocke oder Zange
  • Nachbehandlung bei Steißlage oder bei „Sterngucker-Kindern"
  • Nachbehandlung von Frühgeburten und Zwillingsgeburten
  • Nachbehandlung von Kaiserschnittgeburten, zu schnellen oder zu langsamen Spontangeburten
  • emotionale und körperliche Schockzustände
  • Schwierigkeiten mit Stillen und Saugen
  • Reflux und häufiges Aufstoßen
  • Koliken und Bauchkrämpfe
  • Ein- und Durchschlafprobleme, Übermüdung, Überreizung
  • starkes und häufiges Weinen („Schreibabys")
  • einseitige Kopfhaltung („Schiefhals")
  • Kopfasymmetrie – einseitig abgeflachter oder vorgewölbter Kopf
  • unreife Hüftgelenke
  • Entwicklungsverzögerungen

Wofür Mütter kommen

  • Rückbildung der Beckenorgane und Beckenbodenstärkung
  • Schmerzen, insbesondere im Rücken- und Beckenbereich
  • Behandlung der Kaiserschnittnarbe – zur Förderung der Wundheilung, bei Nerven- und Wundschmerzen und für die Narbenbildung
  • Symptome nach einem Kreuzstich
  • Wochenbettdepressionen
  • Verdauungsprobleme
  • Stärkung des Immunsystems und Kräftigung des Organismus
  • Reflux und häufiges Aufstoßen
  • Anpassungsschwierigkeiten an das neue Leben

Ein Hinweis zum Beckenbodentraining. Bevor Sie damit beginnen, ist es empfehlenswert, Verspannungen und Verklebungen im Beckenbereich zu lösen – sonst wird gegen einen Widerstand trainiert, den man vorher hätte lösen können.

Wochenbettdepressionen gehören ärztlich begleitet. Die CranioSacral-Therapie kann dabei unterstützend dazukommen, sie ist aber keine Behandlung dafür. Wenn es Ihnen nach der Geburt anhaltend schlecht geht, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt – das ist häufig und gut behandelbar.

Wer das bei uns macht

In der Kinderarztpraxis Schumanngasse in Wien 1170 arbeitet damit Linda Steinbauer, MSc – zertifizierte Craniosacral-Therapeutin, diplomierte Säuglings- und Kinderkrankenschwester und Still- und Laktationsberaterin.

Eine eigene Stillberatung bieten wir nicht an. Die Ausbildung als Still- und Laktationsberaterin gehört zur Qualifikation, ist aber kein eigenes Angebot des Hauses. Wo Sie Stillberatung finden, steht auf unserer Seite Stillberatung.

Häufige Fragen

Ist die CranioSacral-Therapie dasselbe wie Osteopathie?

Sie ist ein Teilbereich der Osteopathie. Bei Babys, Kindern und Müttern ist sie die Form, die üblicherweise zur Anwendung kommt. Kraniosakrale Osteopathie ist eine andere Schreibweise für dasselbe – beide sind möglich.

Ab wann kann ein Baby behandelt werden?

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Begleitung in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt. Häufige Anlässe sind die Nachbehandlung schwieriger Geburten, Schwierigkeiten mit Stillen und Saugen, Koliken oder eine einseitige Kopfhaltung.

Mein Baby schreit viel – hilft das?

Starkes und häufiges Weinen gehört zu den häufigen Anlässen. Wichtig ist die Reihenfolge: Wenn Ihr Baby auffällig schreit, schlecht trinkt oder nicht zunimmt, gehört das zuerst kinderärztlich abgeklärt. Die CranioSacral-Therapie kann danach als ergänzende Begleitung dazukommen.

Können auch Mütter behandelt werden?

Ja – nach der Geburt, in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch. Häufige Anlässe sind Rückbildung und Beckenboden, Rücken- und Beckenschmerzen, die Kaiserschnittnarbe und Anpassungsschwierigkeiten an das neue Leben.

Angebot und Ablauf stehen unter Craniosacrale Osteopathie, die Honorare – auch für einen Hausbesuch – im Leistungsverzeichnis. Geht es um das Tragen Ihres Babys, führt die Trageberatung weiter, rund ums Stillen die Stillberatung.

Zuletzt aktualisiert: September 2026