PSV-Test
Der PSV-Test – ausgeschrieben Pädagogischer Sinneswahrnehmungstest im Vorschulalter – ist ein spielerisches Testverfahren für Kinder etwa zwischen vier und sieben Jahren. Er zeigt, wie gut bestimmte Wahrnehmungsbereiche entwickelt sind, und dient als Grundlage für eine gezielte Förderung. In der Kinderarztpraxis Schumanngasse in Wien 1170 wird er von unserer Lernpädagogin durchgeführt.
Was untersucht wird
Der Test schaut sich mehrere Wahrnehmungsbereiche an, unter anderem:
- visuelle Wahrnehmung – das Sehen
- auditive Wahrnehmung – das Hören
- Raumwahrnehmung
- Körper- und Bewegungswahrnehmung
Diese Fähigkeiten sind wichtige Grundlagen für das spätere Lesen, Schreiben und Rechnen.
Wann er sinnvoll sein kann
Manche Kinder zeigen bereits im Kindergarten Auffälligkeiten – zum Beispiel:
- Schwierigkeiten beim Zuhören oder beim Verarbeiten von Gehörtem
- Probleme mit links und rechts oder mit räumlichen Begriffen wie oben und unten
- Schwierigkeiten beim Ausschneiden, Malen oder bei anderen feinmotorischen Tätigkeiten
- Unsicherheiten bei Koordination und Bewegung
- Schwierigkeiten, Formen, Bilder oder Muster richtig zu erkennen und zu unterscheiden
- Probleme, eine Geschichte oder Handlung in der richtigen Reihenfolge wiederzugeben
Wie der Test abläuft
Für das Kind soll die Untersuchung möglichst spielerisch und stressfrei sein. Gestellt werden Aufgaben, bei denen es etwas erkennen, unterscheiden, zuordnen, hören, nachmachen oder sich räumlich orientieren soll. Auch die Beobachtung des Kindes und ein Gespräch mit den Eltern fließen in die Einschätzung ein.
Der PSV ist keine Prüfung. Es gibt kein Bestehen und kein Durchfallen. Er soll helfen, besser zu verstehen: Was kann mein Kind schon gut – und wo können wir es noch unterstützen?
Was das Ergebnis bedeutet
Es zeigt, in welchen Bereichen Ihr Kind altersgemäß entwickelt ist und wo möglicherweise noch Förderbedarf besteht.
Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht, dass Ihr Kind später Legasthenie oder Dyskalkulie entwickeln wird. Beides lässt sich im Vorschulalter mit diesem Test gar nicht feststellen – dafür gibt es eigene Verfahren, die Legasthenie- und die Dyskalkulie-Austestung.
Warum eine frühe Förderung sinnvoll sein kann
Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell. Sind bestimmte Wahrnehmungs- oder Entwicklungsbereiche noch nicht sicher, lassen sie sich durch altersgerechte, spielerische Übungen unterstützen.
Ziel ist ausdrücklich nicht, ein Kind unter Druck zu setzen oder möglichst früh „schulfit“ zu machen. Es geht darum, Stärken zu erkennen, mögliche Schwierigkeiten früh wahrzunehmen und passende Unterstützung anzubieten.
Kosten
| PSV-Test 60 Minuten |
350 € |
Die Kosten tragen Sie zunächst selbst. Je nach Krankenversicherung ist ein Kostenzuschuss möglich – bitte erkundigen Sie sich dazu direkt bei Ihrer Kasse.
Ergibt sich Förderbedarf, führen die Lernförderung und die lerndidaktische Elternberatung weiter. Mehr zum Fachgebiet steht unter Legasthenie und Dyskalkulie.
