Psychotherapie

Die systemische Psychotherapie betrachtet nicht nur den einzelnen Menschen, sondern das Gefüge, in dem er lebt. Sie geht davon aus, dass die Familie ein zusammenhängendes System ist – und dass sich Belastungen deshalb selten auf eine Person beschränken. In der Kinderarztpraxis Schumanngasse arbeitet eine systemische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Familientherapie: Die Arbeit setzt immer beim Kind und seiner Familie an, Eltern und Geschwister werden einbezogen, wo es hilft.

Sie suchen Psychotherapie für Ihr Kind? Dann sind Sie hier zwar richtig, aber eine Seite zu weit: Was Kinder und Jugendliche erwartet und wie die Arbeit je nach Alter aussieht, steht unter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Wann ist eine Familientherapie sinnvoll?

Ein Erstgespräch kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn:

  • eine Veränderung die ganze Familie belastet – eine Trennung, ein Umzug, eine Krankheit, ein Verlust
  • dieselben Konflikte zwischen Ihnen und Ihrem Kind immer wiederkehren und Gespräche regelmäßig im Streit enden
  • die Belastung eines Kindes auf Geschwister und Eltern ausstrahlt
  • Sie als Eltern erschöpft sind und das Gefühl haben, allein nicht weiterzukommen
  • Sie die Therapie Ihres Kindes mit eigenen Gesprächen begleiten möchten

Wie gearbeitet wird

Grundlage ist der systemische Ansatz: Nicht eine Person wird als „das Problem" betrachtet, sondern das Zusammenspiel. Deshalb sind Eltern und Bezugspersonen ausdrücklich Teil der Arbeit.

Therapeutin und Familie arbeiten als Team – mit den Ressourcen, die in Ihrer Familie ohnehin vorhanden sind. Es geht weniger darum, etwas hinzuzufügen, als darum, Vorhandenes wieder zugänglich zu machen. Begleitet werden Sie in der Regel von einer Person; Fachkolleginnen und -kollegen aus dem Haus kommen nur dazu, wenn es im Einzelfall hilft.

Eine Psychotherapie für Erwachsene unabhängig von einem Kind bieten wir nicht an. Elterngespräche und Familiengespräche finden immer im Zusammenhang mit der Betreuung eines Kindes statt.

Wie ein Termin abläuft

  1. Orientierungsgespräch. Das Erstgespräch ist immer ein Elterngespräch, alle Erziehungsberechtigten sind herzlich eingeladen. Besprochen wird, worum es geht und was sich verändern soll.
  2. Einschätzung. Danach schätzt die Psychotherapeutin ein, ob eine Therapie sinnvoll ist – und wenn ja, in welcher Form und in welchen Abständen.
  3. Begleitung, wenn sie gebraucht wird. Ergibt sich weiterer Bedarf, folgen regelmäßige Einheiten. Wer teilnimmt, wird gemeinsam besprochen und kann sich im Verlauf ändern.

Oft bleibt es bei diesem einen Gespräch. Das Erstgespräch ist ein Orientierungsgespräch: Es klärt zuerst, ob überhaupt eine Psychotherapie gebraucht wird. Häufig folgen daraus gar keine weiteren Termine – eine laufende Therapie ist nicht der Normalfall, sondern eine Möglichkeit.

Termin vereinbaren

Über unsere Online-Terminvereinbarung buchen Sie direkt einen freien Termin. Den persönlichen Kalender finden Sie außerdem auf ihrer Profilseite unten auf dieser Seite. Wenn kein passender Termin dabei ist, rufen Sie uns unter +43 1 480 30 10 an. Das Honorar finden Sie in unserem Leistungsverzeichnis; als Wahlarztordination refundiert Ihre Krankenkasse anschließend einen Teil davon.


Spezialisten


Mag. Julia Struve

Mag. Julia Struve

Frau Mag. Struve ist systemische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Familientherapie. In der Schumanngasse begleitet sie Kinder und Jugendliche bei Ängsten, Wut und Traurigkeit und arbeitet dabei eng mit Eltern und Bezugspersonen zusammen.
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