Logopädie
Die Logopädie beschäftigt sich mit Störungen in den Bereichen Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken, Hören und Atmen – sie beginnt also oft lange vor dem ersten Wort. In der Kinderarztpraxis Schumanngasse umfasst die logopädische Behandlung Diagnostik, Therapie, Beratung und Prävention. Das Besondere: Verordnung und Therapie bekommen Sie im selben Haus.
Das Wichtigste in Kürze
- Logopädie ist mehr als Sprechen – auch Trinken, Essen, Schlucken und Atmen gehören dazu.
- Für die Therapie brauchen Sie eine fachärztliche Verordnung, für Beratung und Prävention nicht.
- Verordnung und Therapie unter einem Dach: Beides ist bei uns möglich.
- Eltern sind Teil der Therapie, nicht Publikum – üblicherweise ist eine Bezugsperson in der Einheit dabei.
- Früh abklären lohnt sich. Bei Verdacht auf eine Sprachauffälligkeit gehört auch das Hören angesehen.
Womit sich die Logopädie beschäftigt
Der Name klingt nach Sprechen, das Fach ist aber breiter. Es geht um alles, was im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich passiert:
- Sprache – Wortschatz, Grammatik, Sprachverständnis, Erzählen
- Sprechen – Aussprache, Lautbildung, Redefluss
- Stimme
- Schlucken – Trinken, Essen, Speichel
- Hören – und was eine Hörstörung mit der Sprachentwicklung macht
- Atmen – etwa bei dauerhafter Mundatmung
Wann eine logopädische Abklärung sinnvoll ist
- Ihr Kind spricht später oder weniger als Gleichaltrige
- Außenstehende verstehen Ihr Kind schwer
- Ihr Baby hat Schwierigkeiten beim Trinken oder Saugen
- der Beikoststart gelingt nicht oder Ihr Kind verweigert das Essen
- der Mund steht häufig offen, Ihr Kind speichelt oder kaut wenig
- Ihr Kind atmet überwiegend durch den Mund
- der Schnuller lässt sich nicht abgewöhnen
- eine kieferorthopädische oder HNO-Behandlung steht an oder war gerade
- eine Hörstörung ist bekannt, oder Ihr Kind hat ein Hörgerät beziehungsweise ein Cochlea-Implantat bekommen
Warum bei Sprachauffälligkeiten immer auch das Hören drankommt. Wer schlecht hört, hört Laute nicht sauber – und kann sie deshalb schwer nachbilden. Eine unerkannte Hörstörung ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass die Sprachentwicklung hinterherhinkt. Deshalb steht am Anfang oft eine Untersuchung in unserer HNO-Ordination, bevor logopädisch weitergearbeitet wird.
Wie eine Behandlung abläuft
- Diagnostik. Spielerisches Kennenlernen, eine dem Alter angepasste Untersuchung im Beisein der Eltern und ein ausführliches Anamnese- und Befundgespräch.
- Gemeinsame Entscheidung. Ob und wann eine Therapie sinnvoll ist – oder zunächst ein Kontrolltermin –, wird mit Ihnen zusammen entschieden.
- Therapie. An Alter, Interessen und Entwicklungsstand Ihres Kindes angepasst und so spielerisch wie möglich. Üblicherweise ist ein Elternteil oder eine enge Bezugsperson dabei, damit Sie dem Verlauf folgen und Ideen für zu Hause mitnehmen können.
Was Sie an Verordnung brauchen
Für eine logopädische Therapie brauchen Sie eine fachärztliche Verordnung. Für Beratung und Prävention ist keine Verordnung nötig.
Die Verordnung können Sie bei uns bekommen. Sie müssen dafür keine zweite Adresse aufsuchen: Verordnung und Therapie sind beide in der Kinderarztpraxis Schumanngasse möglich. Welche Fachrichtungen verordnen dürfen und wie es bei Ihrer Kasse mit der Bewilligung aussieht, steht aktuell auf der Seite Logopädische Diagnostik und Therapie – die Kassenregelungen ändern sich gelegentlich, deshalb führen wir sie nur an dieser einen Stelle.
Die Themen im Einzelnen
Wozu Eltern uns am häufigsten fragen.
Häufige Fragen
Ab wann soll ich mein Kind logopädisch abklären lassen?
Wenn Ihr Kind später oder weniger spricht als Gleichaltrige, wenn Außenstehende es schwer verstehen oder wenn es Schwierigkeiten beim Trinken, Essen oder Schlucken hat. Früh abklären schadet nicht – und wenn alles in Ordnung ist, wissen Sie es.
Brauche ich für die Logopädie eine Überweisung?
Für eine Therapie brauchen Sie eine fachärztliche Verordnung, für Beratung und Prävention nicht. Die Verordnung können Sie bei uns im Haus bekommen, die Therapie ebenfalls. Was Ihre Kasse an Bewilligung verlangt, steht auf unserer Leistungsseite zur logopädischen Diagnostik und Therapie.
Muss ich als Elternteil bei der Therapie dabei sein?
Üblicherweise ja. Die Anleitung und Beratung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil – so können Sie dem Verlauf folgen und sich Ideen für den Alltag holen. In Ausnahmefällen wird eine Therapie in Abstimmung mit den Eltern auch ohne Begleitperson durchgeführt.
Mein Kind hört schlecht. Ist Logopädie dann überhaupt sinnvoll?
Ja, und zwar besonders. Wer Laute nicht sauber hört, kann sie schwer nachbilden – eine Hörstörung wirkt sich deshalb direkt auf die Sprachentwicklung aus. Sinnvoll ist die Reihenfolge: zuerst das Hören abklären, dann logopädisch daran arbeiten. Beides ist bei uns im Haus möglich.
Ablauf, Termine und Kosten stehen unter Logopädische Diagnostik und Therapie, das gesamte Spektrum unter Logopädie. Zum Hören führt die Kinder-HNO-Ordination weiter. Termine vereinbaren Sie über die Online-Terminvereinbarung.
Quellen
- Logopädin, Logopäde – Gesundheitsportal des Bundes
Zuletzt aktualisiert: September 2026